Wenn Angst uns antreibt

Aktualisiert: 28. Nov 2018


Wenn man so in die Aussenwelt schaut, scheint vieles chaotisch. Doch, wie sieht es in dir selber aus? Bist du mit dir im Reinen? Bist du dir bewusst, was dich im Leben wirklich antreibt?


Vor ein paar Tagen hatte ich ein gutes Gespräch mit einem meiner besten Freunde. Es war ein Gespräch über das Leben, nicht nur so oberflächliches Zeugs. Denn mit Smalltalk kann ich persönlich nicht viel anfangen. Man kann nichts lernen und er zeigt nicht die wirklichen Tiefen des Lebens. Doch was heisst Leben überhaupt und was treibt uns an? Das Prinzip ist ganz einfach:


Der Mensch trifft Entscheidungen aufgrund von Angst oder aus Liebe.

Wir reden hier von bedingungsloser Liebe, welche im Buddhismus mit Mitgefühl und Güte umschrieben wird. Für den logischen Verstand nicht greifbar, du musst es gar nicht erst versuchen. Es ist ein Gefühls- und Seinszustand. Während des Gesprächs kam die Frage auf, wie man denn Angst erkennen kann. Genau diesem Thema möchte ich mit einem philosophisch-spirituellen Ansatz auf den Grund gehen. Was braucht es also für Zutaten, um die eigenen Ängste zu erkennen?


  1. Wir sollten achtsam sein und unsere Gedanken beobachten

  2. Wir sollten uns bewusst machen, weshalb wir so handeln, wie wir eben handeln

  3. Wir sollten vollkommen ehrlich zu uns selber sein

  4. Wir sollten uns bewusst machen, dass wenn wir nicht hinschauen, wir immer wieder von Angst getrieben werden und sie somit Macht über uns hat


Es geht hier nicht um die Angst, einen Berg zu besteigen oder Angst vor Spinnen. Es geht um unbewusste Ängste in uns, welche uns im Überlebensmodus leben lassen. Sie ruhen tief in unserem individuellen und kollektiven Unterbewusstsein. Doch von wo kommen sie? Ich stelle dir dazu die folgende Frage: Von wem hast du das Wissen über das Leben erhalten? Wer hat dir deine heutigen Glaubenssätze eingetrichtert, deine Weltanschauung beeinflusst? Waren es Familie, Lehrer, Vorgesetzte, Freunde, Massenmedien, Filme usw.? Kennen diese denn die Wahrheit? Du wirst nun allenfalls sagen: „Aber die Welt ist, wie sie eben ist.“ Ja und nein. Die Welt ist vielleicht wie sie ist aber die Frage ist, wie reagierst du darauf?


Welchen Zielen rennst du hinterher?

Eine entscheidende Frage, die wir uns stellen können ist folgende: Fühlen wir uns vollkommen? Vollkommen als der Mensch der wir nun mal sind? Oder streben wir dauernd danach, besser, schneller, schöner, intelligenter oder spiritueller zu sein oder nach noch mehr Anerkennung? All die Ziele, die wir uns setzen, wo führen die überhaupt hin? Und was ist, wenn wir diese Ziele erreicht haben, sind wir dann glücklicher? Wann hat man denn genug? Wie gross muss die Wohnung, wie schön müssen die Kleider, wie vollkommen sollen unsere Partner, wie perfekt muss unsere Persönlichkeit sein, bis wir endlich zufrieden sind? Ist es denn überhaupt möglich oder rennen wir das ganze Leben einer Karotte vor der Nase hinterher? Was ist die wirkliche innere Sehnsucht die uns ganz tief in uns antreibt? Ist es nicht so, dass wir einfach auf der Suche nach universeller Liebe sind? Geht es nicht ausschliesslich darum, die Liebe in uns selber zu finden, welche wir dann nach Aussen tragen können?


Ich glaube, die meisten Menschen sind sich einig, dass Glück von innen kommt und nicht von Aussen. Es ist bekannt, dass ein Multimillionär nicht glücklicher sein muss als ein chinesischer Bauer, der mit ein paar Tieren und seinem Land die Natur und den Moment geniessen kann. Doch weshalb sind die Menschen trotzdem so nach aussen orientiert? Ein Hauptgrund ist, dass viele Menschen unbewusst leben. Hauptsächlich getrieben von ihren Ängsten. Sozusagen wie hypnotisiert im Überlebensmodus. Tief in der Gedankenwelt am Träumen. Wie du herausfindest, ob du träumst? Schliesse für 5 Minuten deine Augen und schaue mal, wo deine Gedanken dich überall hin träumen lassen? Vergangenheit, Zukunft, jedoch nicht bewusst im Moment. Im Prinzip leben viele Menschen in der Vergangenheit. Geprägt von emotionalem Schmerz, welcher dann in die Zukunft projiziert wird. Darum erleben viele Menschen immer wieder dieselben Situationen, bis sie dadurch gelernt haben und die Ängste und den Schmerz loslassen können.


Du kannst dich allenfalls fragen, wer denn das ist, der deine Gedanken beobachtet.

So gut wie kein Mensch wächst in vollkommener Harmonie auf. Wer Eltern hat, die vollkommen bedingungslose Liebe gelebt haben, dem gratuliere ich. Wenn das nicht der Fall ist, hat man als Kind Glaubenssätze, Verhaltensmuster und Ängste übernommen. Das ist normal, sonst könnten wir innerlich gar nicht wachsen und notwendige Erfahrungen sammeln. Zudem haben viele Menschen früher emotionalen oder sogar physischen Schmerz erfahren. Aufgrund dessen hat sich der Mensch Überlebensstrategien zurechtgelegt. Oft haben Kinder das Gefühl, nicht dazuzugehören, nicht gut genug oder nicht richtig zu sein. Die heutige Welt zeigt es offensichtlich. Die Suche nach Zugehörigkeit und Anerkennung ist gross im Trend. Viele Menschen sind dermassen mit der Aussenwelt beschäftigt aber Hauptsache, sie müssen sich nicht mit sich selber auseinandersetzen. Doch die Entwicklung des Menschen beinhaltet, dass zwischen 35 und 40 Jahren oft die Sinnesfrage kommt und daraus allenfalls ein umfassender Lebenswandel eintritt. Oft erfahren Menschen Schicksalsschläge, Krankheiten oder Unfälle um das Leben wieder auf die richtige Spur zu lenken. Midlife Crisis ist ein typisches Beispiel dafür.


Die Angst erkennen


Doch wie erkennst du Angst? Beobachte dafür deine Gedanken und frage dich bei gewissen Handlungen was dich antreibt oder eben blockiert. Nehmen wir dazu ein paar lebendige Beispiele: Wenn du überall dabei sein musst, hast du allenfalls Angst, etwas zu verpassen. Angst vor dem Alleinsein, vor Langeweile oder Angst nicht dazuzugehören, kann auch die Ursache sein. Überlege dir einmal, was für Handlungen du unternimmst, nur damit du in deinem Umfeld gut ankommst oder dass du dich nicht mit dir beschäftigen musst. Wie redest du, wie handelst und reagierst du? Bist du vollkommen authentisch oder setzt du eine Maske auf? Welche Rollen spielst du? Wenn du etwas kaufst, tust du es für dich oder für andere? Möchtest du gut aussehen und gut ankommen bei den anderen? Hilfst du anderen Menschen in der Hoffnung, Anerkennung zu erhalten? Arbeitest du des Geldes wegen oder strebst du nach einer hohen Position, welche dir Anerkennung, Stolz oder allenfalls Macht verleiht?


Vielleicht sagst du dir, dass dir dein Job gefällt. Ja was genau gefällt dir denn an diesem Job? Hast du dir das einmal überlegt oder redest du dir das einfach ein? Arbeitest du gerne mit Menschen, schreibst du gerne Konzepte oder bist gerne kreativ? Was ganz genau ist es, was dich erfüllt? Hat dein Job einen Sinn? Erfüllt er dich von ganzem Herzen? Falls nicht, kann es gut sein, dass du von Existenzängsten, der Angst, keine Anerkennung zu erhalten oder der Angst, etwas zu verpassen, getrieben bist. In einer Beziehung erfährst du vielleicht Eifersucht, die Angst, der Partner könnte dich verlassen. Oder die Angst, andere Menschen könnten dich verletzen. Wo überall hast du dir eine Überlebensstrategie angeeignet?

Um ein besseres Verständnis der beiden Energien zu erhalten, findest du nachfolgend eine Übersicht:


Wenn du so wie oben beschrieben lebst, hat die Angst Macht über dich und du lebst nicht oder nur bedingt selbstbestimmt. So bist du zum grossen Teil von der Aussenwelt abhängig. Innerer Frieden und Glückseligkeit ist so nicht möglich. Erst wenn man sein authentisches, wahres Selbst gefunden hat und bewusst im Moment lebt, lohnt es sich wirklich zu leben. Alles andere ist nur träumen und eigentlich nicht lebenswert, sagen einige Weise oder erwachte Menschen. Es führt somit kein Weg daran vorbei, dich, deine Gedanken und Emotionen besser kennen zu lernen. Wie du das machst? Beobachte dich selber, ohne zu urteilen.


Sascha A. Rauber vereint in seinen Coach-ings Kenntnisse aus internationaler Management-Erfahrung und aus jahrelanger spiritueller Suche. Es sind zwei Welten, die es zu vereinen gilt und das ist wohl auch die Herausforderung der heutigen Gesellschaft. In vielen Bereichen muss altes Denken dem Neuen weichen, wenn die Menschheit zu mehr Harmonie finden möchte. Da er die beiden Welten in Einklang bringen konnte, begleitet er Unternehmer, wie auch Privatpersonen zu einem erfüllteren Leben. 


Sascha A. Rauber


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