Wie du mit mühsamen Tagen umgehst


Kennst du das, wenn du aufstehst und du merkst irgendwie, dass es einfach nicht dein Tag ist? Du hast zu nichts Lust und bist völlig demotiviert? Wie gehst du damit um? Oder gibt es nützliche Methoden damit der Tag doch noch gut wird?



Die Zyklen des Lebens


Gerade jetzt wo der Winter vor der Tür steht und wir weniger sichtbares Sonnenlicht tanken können, scheint es für viele Menschen eine schwierigere Zeit zu sein. Man wacht auf, es ist dunkel, man fährt zur Arbeit. Und wenn man wieder nach Hause fährt ist es wieder dunkel. Winter und Weihnachten heisst Rückzug und Besinnlichkeit. Wir können dies in der Natur beobachten. Alles fällt in einen tiefen Schlaf, als ob sich die Natur erholen möchte, bevor wieder ein neuer Zyklus ansteht. Bevor im Frühling wieder neue Samen gesetzt werden, die sich mit antreibender Motivation und Kraft durch den Sumpf und Dreck kämpfen, um dann das nötige Sonnenlicht zu erhaschen und schliesslich vollends aufblühen zu können.


Der Mensch lebt nicht IN der Natur, er IST Natur. Nicht nur die weisen Taoisten haben die Natur beobachtet und sich darin erkannt. Leider haben viele Menschen ihre wahre Natur vergessen. Sie sind getrieben von Angst, Hass, Gier, Schuld und Scham und meinen sie müssten ums Überleben kämpfen. Ihr Ego, die unbewussten Verletzungen haben die Macht über sie. Von daher tut sich der Mensch Gutes, wenn er sein Bewusstsein erhöht. Denn es scheint, als ob auch wir uns durch den Sumpf und Dreck kämpfen bevor wir aufblühen können. Das heisst, wir werden uns unserer Schatten, den unschönen Emotionen und Gefühlen bewusst, bevor wir aufblühen können. Doch lieber verdrängen die Menschen dies. Gemäss Caroline Myss, einer intuitiven Medizinerin, leben wir in der Zeit vom vierten Chakra, dem Herzchakra, welches für Mitgefühl, Güte und Liebe steht. Das heisst, alte blockierende Emotionen wollen angeschaut und geheilt werden. Wenn man sich in der Gesellschaft umschaut, wird dies sehr gut erkannt. Darum herrscht auch ziemliches Chaos. Das Neue möchte erschaffen werden und das Alte kämpft noch ums Überleben. Entwicklung heisst, Altes loszulassen. Auch die Pflanze löst sich vom Sumpf und Dreck damit sie in Freiheit das Sonnenlicht erblicken kann. Das ist auch der Wandel in dem sich die Menschheit zurzeit befindet.


Wer denkt da eigentlich?


Doch wie gehen wir mit solchen Tagen um? Als erstes können wir uns folgendes bewusst machen: Gedanken und Emotionen kommen und gehen. Also können wir nicht unsere Gedanken und Emotionen sein. Denn du bist immer da. Zusammengefasst können wir somit sagen, dass da ein Gewahrsein ist, welches sich der Gedanken, der Emotionen und des Körpers inklusive der 5 Sinne gewahr ist. Wer ist also dieser “Zeuge“ oder die “Beobachterin“? Wer denkt da eigentlich? Obwohl diese Frage vielleicht als sinnlos oder ungewohnt angeschaut werden kann, ist sie doch ziemlich essenziell. Denn so lernst du, dich nicht mit deinen Gedanken und Emotionen zu identifizieren.


5 Schritte, Wie du damit umgehen kannst


Was nützt dir diese Erkenntnis an solch einem Tag, wo man sich einfach nicht gut fühlt? Die nachfolgenden Schritte können dich unterstützen, besser mit solchen Emotionen und Gefühlen umzugehen:


1. Die Bewusstwerdung

Sei dir bewusst, dass diese Emotionen und Gefühle kommen und gehen. Sehe sie als Wellen des Lebens. Lerne, auf ihnen zu reiten.


Wenn du nun aufstehst und es nicht dein Tag ist, beobachte deine Gedanken. Mit grosser Wahrscheinlichkeit werden sie dir riesen Geschichten erzählen. Unter Umständen wird gerade dein ganzes Leben hinterfragt. Beispielsweise sagen sie dir, dass dich heute sowieso alles ankotzt oder dass dein Beruf dir sowieso keinen Spass macht, dein Partner oder deine Partnerin sowieso mühsam ist oder nicht zu dir passt und dass du am liebsten alles hinschmeissen und auf eine Insel auswandern solltest. Vielleicht ist es bei dir nicht so heftig aber dies soll auch nur als Beispiel gelten.


2. Eine Symbolik zuweisen

Am besten beobachtest du deine Gedanken 1-2 Minuten und fasst sie dann zusammen, indem du ihnen eine Symbolik zuweist. Im oberen Fall könnte es sein, dass du dir sagst: „Aha, die Gedanken zeigen mir Unzufriedenheit.“ Es könnte auch “Demotivation“, “Frustration“, “niedriger Selbstwert“ oder was auch immer sein. Nenne es beim Namen. Es ist jedoch wichtig, dass du deine Gedanken als neutral ansiehst. Das heisst, du fällst dir kein Urteil darüber, ob sie nun gut oder schlecht sind. Du nimmst sie an, aber identifizierst dich nicht mit ihnen. Dies benötigt anfangs vielleicht etwas Übung, da du dich gewohnt bist, solche Situationen und Tage nicht haben zu wollen und daher lieber verdrängst.


3. Erkenne, was deine Gedanken wirklich sind

Sei dir bewusst, dass du deine Gedanken beobachten kannst und du somit nicht deine Gedanken bist. Was sind denn deine Gedanken? Sie sind die Erinnerungen aus deiner Vergangenheit, deinem Gedächtnis. Dein Verstand holt seine Erinnerungen hervor und möchte dich davon überzeugen, wie deine Welt heute oder morgen auszusehen hat.


Nachdem du deine Gedanken in dem Sinne als Illusion erkannt hast, schauen wir uns die Gefühle an. Ich rate dir, 5 Minuten Zeit dafür zu nehmen. Wenn du denkst, dass du diese 5 Minuten nicht hast, bist du dir zu unwichtig. Oder du hast Angst, dich mit dir selber auseinanderzusetzen. Das Problem hierbei ist, dass auf diese Weise deine Gefühle und Emotionen Macht über dich haben. Wenn du sie anschaust, werden sie die Macht über dich verlieren.